Aus dem Spielfeld – jicé

Dieses eindrucksvolle Werk regt zur Reflexion über die Rolle des zeitgenössischen Urbanismus an. Durch die Darstellung massiver, hoch aufragender Bauwerke hinterfragt Jicé , wie die Menschheit ihre Umwelt gestaltet. Das Fehlen menschlicher Figuren verstärkt diese Infragestellung des Platzes der Stadt zusätzlich. Jicégelingt es einmal mehr, die rohe und poetische Schönheit der modernen Stadt durch eine zutiefst persönliche ästhetische Linse neu zu interpretieren.

100 x 100 cm

Entdecken Sie unsere Sammlung von Werken von JICé (öffnet in neuem Tab), die die Vielfalt und Originalität seines Schaffens widerspiegelt. Stöbern Sie in dieser Kategorie und entdecken Sie einzigartige und ikonische Werke dieses bedeutenden Künstlers.

3 650,00

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Rezension von Jicé Werk „Hors Limites“ 

In diesem Gemälde entführt uns Jicé erneut in seine urbane und industrielle Welt. Die Stadt verschmilzt mit einer ätherischen Atmosphäre. Das 100 x 100 cm große Werk zeichnet sich durch seinen subtilen Einsatz von Farbe und seine harmonische geometrische Komposition aus.

Das dominierende Element der Komposition ist die imposante blaue Struktur, die sich links im Bild erhebt. Sie zieht sofort den Blick auf sich. Dieses tiefe Blau bildet einen starken Kontrast zur weicheren, fast ätherischen Farbpalette des grauen und beigen Hintergrunds. Es erzeugt eine visuelle Spannung, die an die Solidität und Strenge von Gebäuden erinnert. Diese Vertikalität vermittelt ein Gefühl von Unendlichkeit, eine Brücke zwischen Himmel und Erde. Es ist nicht eindeutig erkennbar, wo genau die Struktur beginnt und endet.

Der Rest der Komposition wirkt diffuser, fast verschwommen. Er unterstreicht die Vorstellung einer schneebedeckten Stadtlandschaft, die im Nebel verschwimmt. Jicé gelingt es hier, figurative und abstrakte Elemente zu vereinen. Die Strukturen scheinen sich in einem kalten, weißen Licht aufzulösen, das an die Morgendämmerung oder einen Wintertag erinnert. Die geraden Linien im Vordergrund lassen Spuren auf nassem Schnee erahnen. Sie verleihen dem Werk eine Spannung und beschwören die Poesie des Winters herauf.

Dieses Gemälde gehört zur Kategorie der industriellen Ästhetik, die JicéWerk prägt. Die Komposition zeichnet sich durch die Darstellung einer Stadt mit verschwommenen Grenzen aus, daher der Titel. Der Künstler spielt hier mit der Idee von Grenzen zwischen der realen Welt und der Vorstellungskraft. Die Stadt ist alles andere als statisch, sondern ein Raum im ständigen Wandel, mal fest, mal immateriell.

Die Wahl der Farbe Blau in diesem Werk ist bedeutsam. Sie symbolisiert eine gewisse urbane Kälte, unterbricht die natürlichen Farbtöne und evoziert eine unbestimmte Struktur, sowohl physisch als auch symbolisch. Blau, oft als Farbe der Unendlichkeit und Spiritualität wahrgenommen, erzeugt hier einen Widerspruch: eine starre Struktur, die einerseits nach Höhe und andererseits nach Auflösung im Himmel verlangt.

Weitere Informationen

Abmessungen 100 × 100 × 5 cm
Jahr

2021

Rahmen

NEIN

angewandte Technik

Öl auf Leinwand

Originalwerk

Ja

Einzigartiges Stück

Ja

Echtheitszertifikat

Ja

Unterschrift

Ja