See – Stella de Belligny

Das Werk ist visuell fesselnd und zugleich tiefgründig meditativ. Durch die Verwendung von Collage, Papier und Tusche gelingt es der Künstlerin, nicht nur die Essenz einer Naturlandschaft einzufangen, sondern auch eine emotionale und poetische Dimension zu schaffen, die über die bloße Darstellung hinausgeht. Jede Falte, jede Textur erzählt eine Geschichte, und der Betrachter ist eingeladen, sich in der Fülle der Details zu verlieren und sich vom sanften, beruhigenden Licht umhüllen zu lassen.

Aus der Serie von Collagen, chinesischem Papier, Seide und Tusche ist LAC ein Werk, in dem die Materialien selbst zum Baustein werden. Durch Reißen statt Schneiden schaffe ich wie ein Handwerker oder Bildhauer und bevorzuge den direkten Kontakt mit meinen Händen. Diese Geste ist für mich eine tiefe, taktile Verbindung zum Material. Sepiatöne dominieren und erzeugen ein sanftes, warmes Licht. Diese Studie entstand unter dem Einfluss des französisch-chinesischen Künstlers Li Chevalier, den ich persönlich kennenlernen durfte. Die Collagen verleihen dem Werk eine texturierte Dimension, während die Tusche subtile und tiefgründige Nuancen einbringt und die Atmosphäre verstärkt. Stella de Belligny

120 x 80 cm

die Kategorie abstrakte Malerei von  Stella De Belligny  (öffnet sich in einem neuen Tab), eine von der Natur inspirierte abstrakte Interpretation, Werke voller Emotionen.

1 850,00

Verfügbar

Analyse des Kunstwerks „See“ (80 x 120 cm) von Stella de Belligny

Dieses Werk ist Teil ihrer Collage-Serie mit chinesischem Papier, Seide, Pigmenten und Tusche. Das Gemälde zeugt von ihrem stark haptischen Zugang zur Kunst, bei dem die Materialien selbst integraler Bestandteil der Komposition werden – nicht nur durch ihre visuelle Präsenz, sondern auch durch ihre Textur und ihre Fähigkeit, Empfindungen hervorzurufen.

Material- und Technikanalyse: In „See“ bevorzugt Stella de Belligny einen direkten, manuellen Umgang mit dem Material. Sie reißt es anstatt es zu schneiden und erzeugt so eine handwerkliche, fast skulpturale Anmutung. Das chinesische und das Seidenpapier sind nicht bloß dekorative Elemente; sie bilden die Grundlage einer strukturierten Oberfläche, wobei jede Schicht die Komposition weiter vertieft. Die Risse und Falten im Papier betonen den Eindruck von Relief und organischer Qualität und verstärken die Empfindung, dass die Oberfläche vor den Augen des Betrachters atmet und lebt. Der Einsatz von Tusche und Pigmenten fügt subtile Nuancen hinzu, die dem Werk Tiefe verleihen. Die Tusche verschmilzt sanft mit der Leinwand und erzeugt ein Spiel von Licht und Schatten, das ein weiches, diffuses Licht simuliert. Die dominanten Sepiatöne rufen eine nostalgische Wärme hervor, die an das goldene Licht der Dämmerung erinnert. Dieser leuchtende Effekt, kombiniert mit der Papierstruktur, schafft eine Atmosphäre, die die Ruhe der Natur mit einer gewissen Melancholie verbindet.

Atmosphäre und Inspiration: Beeinflusst von dem französisch-chinesischen Künstler Li Chevalier , integriert Stella de Belligny in „Lake“ Elemente traditioneller chinesischer Ästhetik, insbesondere durch den Einsatz von Negativraum und Tuschenuancen, um die Atmosphäre zu verstärken. Das Werk scheint in einem Zwischenraum von Traum und Wirklichkeit zu schweben, einer Landschaft, in der die Materialität der Collagen mit poetischer Abstraktion verschmilzt. Die Komposition strahlt eine Ruhe aus, die die Harmonie der verschiedenen Naturelemente widerspiegelt: den stillen See, die massiven Felsen und den verschwommenen Horizont, an dem das Licht zu verschwimmen scheint. Diese Kombination aus Materialien und Farben vermittelt dem Betrachter den Eindruck, einen in der Zeit eingefrorenen Moment zu erleben und die Vergänglichkeit von Licht und Landschaft einzufangen.

Symbolische und emotionale Dimensionen: „Lake“ ist ein Werk, das tief mit der Erde, der Naturlandschaft und dem Kreislauf der Zeit verbunden ist. Die Wahl warmer Farben, roher Materialien und Collagetechniken deutet auf eine intime Verbundenheit mit der Natur hin, aber auch auf das Bewusstsein ihrer Vergänglichkeit. Die Schichten aus zerrissenem und neu zusammengesetztem Papier symbolisieren vielleicht, wie Natur und Landschaft durch äußere Einflüsse und den Lauf der Zeit stetig geformt und verändert werden. Die strukturierte Oberfläche evoziert eine Art Erinnerung, als trüge die Landschaft selbst die Spuren der Zeit. Der Betrachter ist eingeladen, diese detailreiche Oberfläche zu erkunden und die Materialität des Werkes zu spüren. Diese haptische Geste, die Stella de Belligny in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellt, bewirkt eine physische Verbindung – nicht nur zwischen der Künstlerin und dem Material, sondern auch zwischen dem Kunstwerk und dem Betrachter.

Weitere Informationen

Abmessungen 120 × 80 × 5 cm
Jahr

2015

Rahmen

NEIN

angewandte Technik

Mischtechnik: Collage, Tinte, Pigment

Originalwerk

Ja

Einzigartiges Stück

Ja

Echtheitszertifikat

Ja

Unterschrift

Ja